Das Institut für Unterrichtsmittel wurde 1970 im Zuge der Gründung der Akademie der Pädagogischen Wissenschaften der DDR ins Leben gerufen. Seine zentrale Aufgabe bestand darin, Unterrichtsmittel zu entwickeln, die auf die zentral konzipierten Lehrpläne abgestimmt waren und zugleich zur technischen Grundausstattung der Schulen der DDR gehörten. Das Institut ging aus der 1962 gegründeten Sektion Unterrichtsmittel (auch „Sektion V genannt) des Deutschen Pädagogischen Zentralinstituts (DPZI) hervor. Die Produktion von Lehrmittel in der SBZ/DDR begann bereits im Juli 1945 mit der Zentralbild- und Lehrmittelstelle (ZBS). Diese überarbeitete zunächst Lehrmittel der Reichsanstalt für Film und Bild in Wissenschaft (RWU; bis 1940 der Reichsanstalt für Film und Bild in Wissenschaft und Unterricht, RfdU). Im August 1950 wurde die Zentralbildstelle zum Zentralinstitut für Film und Bild in Unterricht, Erziehung und Wissenschaft (ZFB) umgewandelt. Wie zuvor die ZBS war auch das ZFB dem Ministerium für Volksbildung unterstellt und von Werner Hortzschansky (1898-1982) geleitet. 1954 erfolgte noch eine Umbenennung in das Deutsche Zentralinstitut für Lehrmittel (DZL). Quellen: Hortzschansky, W. (1961) Das Deutsche Zentralinstitut für Lehrmittel seine Aufgaben, Organisation und Arbeitsweise. Berlin: Volk und Wissen. Mikuszeit, B. und Szudra, U. (1996) Die DDR in ihren Bildungsmedien - Widerspiegelung von SED-Politik und ihres Erziehungskonzepts in Bildungsmedien, Berlin: Institut für Bildung und Medien der GPI e.V. |